Kriminelle Schlachtbetriebe und ihre Lohnsklaven

Der NDR hat am 24. Juni eine Fernsehdokumentation ausgestrahlt, die darüber berichtet, dass Schlachtbetriebe in Deutschland wie z.B. Wiesenhof in großem Stil und in vollem Bewusstsein der Folgen für die Beschäftigten Arbeitsschutzbestimmungen unterlaufen und über sogenannte Werkverträge Menschen besonders aus Osteuropa zu Niedriglöhnen beschäftigen. Ohne jedes Kündigungsschutzrecht, ohne geregelte Arbeitszeiten werden diese Beschäftigten Vollzeit für ca. 600 bis 700 Euro brutto im Monat schamlos ausgebeutet.

 

Auskünfte zu dieser Art krimineller Profitmacherei verweigern die Schlachthöfe. Die Staatsanwaltschaften scheinen sich z.Zt. nicht für diese Unternehmen zu interessieren, sondern nur für die Vermittler der Werkvertragsarbeiter, die ebenfalls mit krimineller Energie und auch unter Umgehung von gesetzlichen Bestimmungen ihre Lohnklaven anbieten.

 

Werkverträge sind dank der aktuellen Gesetzgebung zu einem entscheidenden Mittel im Lohndumping geworden. Es liegen mittlerweile Untersuchungen der IG Metall und der NGG vor, die die Systematik dieser kriminellen Machenschaften verdeutlichen. Eine Bereitschaft der Regierung, durch sofortige Gesetzesänderung diesen Ausbeutungsmethoden einen Riegel vorzuschieben, ist bislang nicht erkennbar.