Möbelkonzern XXXL auf Schlingerkurs in Oberhausen

Am 19. Juli muss sich der Möbelkonzern XXXL vor dem Arbeitsgericht Oberhausen verteidigen. Bei der Übernahme des alt eigesessenen Möbelhauses Rück hatte der Konzern versucht, sich des Betriebsrates zu entledigen und ihn aller seiner Arbeitsmöglichkeiten beraubt. In das neue Unternehmen übernommen wurden die Betriebsräte ohnehin nicht.

Auf einem Gütetermin ließ das Arbeitsgericht bereits erkennen, dass es diese Methode der kalten Entsorgung eines Betriebsrates nicht anerkennen wird.

Der Konzernspitze bläst der Wind auch aus anderer Richtung ins Gesicht. Im Rat der Stadt äußerten sich sämtliche Fraktionen und auch der Oberbürgermeister kritisch zu den Methoden des Konzerns, bei der Übernahme von Möbel-Rück der Belegschaft mithilfe fragwürdiger Tricksereien niedrigere Löhne und schlechtere Arbeitsbedingungen aufzuzwingen (work-watch berichtete). Diese Methoden, so übereinstimmend die Ratsvertreter, seien nicht hinnehmbar. Wenn XXXL nicht bereit sei, alle Beschäftigten zu gleichen Bedingungen weiter zu beschäftigten, werde es mit dem geplanten Bau einer XXXL-Filiale im Centro nichts werden.

Zur Unterstützung der Belegschaft und des Betriebsrates bitten wir darum, zahlreich auf dem Prozess am 19.7. am Oberhausener Arbeitsgericht zu erscheinen.

Wer immer es ermöglichen kann, sollte auch zu einem weiteren Prozess erscheinen. Nämlich am 1.8. vor dem Düsseldorfer Landgericht. Auch hier sieht es für XXXL und seine Tricksereien schlecht aus: es geht um die Kündigungsschutzverfahren von Beschäftigten bei Rück-XXXL, die ihre Prozesse in der ersten Instanz bereits gewonnen haben.