Aufruf zum solidarischen Prozessbegleitung

Am Mittwoch, dem 25. Oktober, 12 Uhr, verhandelt das Arbeitsgericht Köln in Sachen Pond Security ./. Betriebsrat. Wir rufen zur solidarischen Pozessbegleitung auf. Kommt zahlreich zum Kammertermin beim Arbeitsgericht, Blumenthalstr. 33, 50670 Köln.

 

FedEx erteilte dem Betriebsrat Mokhtar D. Ende April Hausverbot mit der fadenscheinigen Begründung, seinen Arbeitsplatz verlassen zu haben, um mit einem Kollegen ein Betriebsratsgespräch zu führen. Tatsächlich hatte er dem Kollegen nur kurz gesagt, dass mit seinem Dienstplan alles in Ordnung sei. Das dauerte nur einen Moment. Trotzdem stellte ihn sein Arbeitgeber frei, zahlt ihm seinen vertraglichen Lohn nicht mehr und verlangte Ende Juni vom Betriebsrat die Kündigung. Weil der sich verweigerte, entscheidet nun das Arbeitsgericht.

 

Der Kollege geriet ins Visier, weil er sich immer wieder für die Interessen von Kollegen, eine gerechte Bezahlung sowie die Einhaltung von Arbeitsschutz- und Sicherheitsbestimmungen am Flughafen einsetzt. Er steht wegen seines gewerkschaftlichen Engagements seit längerem unter Beobachtung durch die Security von FedEx. Zuletzt gab es einen Konflikt um die Gefahrgutschulungen für Kontrollkräfte am Flughafen. Darüber berichteten auch die Medien. Wenige Tage nach dem letzten Beitrag im WDR-Fernsehen wurde der Kollege nach einer Betriebsratssitzung von einem Unbekannten am Flughafen Köln-Bonn massiv bedroht. Der Kollege erstattete Strafanzeige. Die Kölner Polizei stellte das Verfahren jedoch ein, ihre Ermittlungen verliefen im Sande.

 

Es ist nicht der erste Fall von Bossing bei Pond Security. Bereits 2004 wurden vier Betriebsräten, die als Sicherheitsleute für die Bewachung des US-Konsulates in Frankfurt tätig waren, durch das Konsulat ohne Angabe von Gründen die Einsatzgenehmigung entzogen, woraufhin Pond sie kündigte.