Tierfutter? Bitte ohne Betriebsrat

(gk) „Arbeiten mit viel Druck und ohne Freude“ – so schilderte schon 2014 ein Mitarbeiter der Krefelder Fressnapf Filiale seine Arbeit. Fressnapf ist Europas größter Händler für Tiernahrung und Tierbedarf mit Hauptsitz in Krefeld und mehr als 10.000 Mitarbeitern. Die Liebe zum Tier wird groß geschrieben, wie aber steht es um einen angemessenen Umgang mit den Beschäftigten? Offenbar handelt es sich bei den Beschwerden nicht um Einzelfälle, , wie mehrere Einträge unzufriedener Mitarbeiter im Internet zeigen.

 

Damit sich die Arbeitsbedingungen verbessern, wollten mehrere Mitarbeiter einen Betriebsrat gründen. Die Beschäftigten aus dem Niedriglohnbereich hatten sich vor einigen Wochen außerhalb des Firmengeländes getroffen, um ihr Vorgehen zu besprechen. Das wurde an die Geschäftsführung herangetragen und sieben Teilnehmern daraufhin fristlos gekündigt. Darunter zwei Ver.di-Mitglieder, deren Gewerkschaft sie bei der Klage vor dem Arbeitsgericht in Krefeld vertritt. Schon 2011 geriet Fressnapf in die Schlagzeilen, weil Mitarbeiter entlassen wurden, die einen Betriebsrat gründen wollten.