Mindestlohn: Was bin ich – und wenn ja wie viele? Eine...

Teil 3 von 4 – Min­dest­lohn für alle? Wer erar­bei­tet denn dann das gan­ze Geld?

Eine Regie­rung muss sich natür­lich ihrer Ver­ant­wor­tung gegen­über allen Wirt­schafts­ak­teu­ren bewusst sein, beson­ders in einem Land, das eine Export­quo­te von 41,5% auf­weist1 und in dem fast ein Vier­tel aller Arbeits­plät­ze vom Export abhän­gig ist2. Des­halb darf die Fra­ge kei­nes­falls igno­riert wer­den, ob die Ein­füh­rung eines flä­chen­de­ckend und gesetz­lich ver­an­ker­ten Min­dest­lohns die Wirt­schaft des Lan­des in eine Rezes­si­on füh­ren oder ihr gar dau­er­haft schäd­lich sein könn­te.

Gui­do Wes­ter­wel­le3 (FDP):

Min­dest­lohn ist DDR pur, ohne Mau­er“4 (2007).

Ange­la Mer­kel5 (CDU):

Mit der Uni­on wird es flä­chen­de­cken­de gesetz­li­che Min­dest­löh­ne nicht geben“6 (2007).

Hans-Wer­ner Sinn (ifo-Chef):

Dass man von sei­ner Hän­de Arbeit leben kön­nen muss, ist einer der dümms­ten Sprü­che des Jah­res“7 (2008).

Pro­bie­ren geht über Stu­die­ren

Das arbeit­ge­ber­na­he8Insti­tut der deut­schen Wirt­schaft(IW) in Köln leug­net nicht, dass Pro­ble­me in dem Nied­rig­lohn­sek­tor vor­han­den sind, ver­tritt aber fol­gen­de Ansicht: „Das Phä­no­men der Working Poor9 beschränkt sich auf Teil­zeit­kräf­te und Mini­job­ber“10.

Nach Anga­ben des Insti­tuts hin­gen 2011 näm­lich vor allem Aus­zu­bil­den­de (40.000), sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Teil­zeit­kräf­te (240.000) und Mini­job­ber (500.000) am staat­li­chen Tropf. So läge laut dem IW-Arbeits­markt­ex­per­ten Hol­ger Schä­fer die Lösung dar­in, dass mehr gear­bei­tet wer­den müss­te: „Um die sozia­le Grund­si­che­rung zu gewähr­leis­ten, ist der Min­dest­lohn ein unge­eig­ne­tes Instru­ment, denn er legt nur einen mini­ma­len Stun­den­lohn fest. Die meis­ten Men­schen sind aber nicht arm, weil sie zu gerin­ge Stun­den­löh­ne haben, son­dern weil sie zu weni­ge Stun­den arbei­ten. (…) Eine Ver­bes­se­rung ergibt sich letzt­lich nur, wenn mehr Stun­den gear­bei­tet wer­den. Ob die Betref­fen­den das wol­len, bezweif­le ich“11 gibt er in einem Inter­view zu Pro­to­koll.

An die­ser Stel­le den­ken wir mit der nöti­gen Empa­thie und dem ange­brach­ten Mit­leid an die Leip­zi­ger Flo­ris­tin, die sich auf ein tarif­lich gesi­cher­tes Ent­gelt von 4,35 Euro pro Stun­de erfreu­en darf. Wobei, so viel Empa­thie darf auch nicht sein, denn etwas davon muss auch für ihre Freun­din übrig blei­ben, die säch­si­sche Fri­seu­rin, die mit 3,06 Euro Tarif­lohn aus­kom­men muss12 (das ist 30% weni­ger als bei der Flo­ris­tin).

Nimmt man an, dass die­se Flo­ris­tin, nen­nen wir Sie zum Bei­spiel Frau Kas­ner, den Rat­schlag des Öko­no­men beher­zigt, und ver­mu­tet man einen über­ta­rif­li­chen Ver­dienst (+15%) von 4,50 Euro pro Stun­de gepaart mit einem eiser­nen Wil­len Frau Kas­ners, sich den durch­schnitt­li­chen deut­schen Brut­to-Monats­ver­dienst13 von 3.391 Euro erar­bei­ten zu wol­len, so müss­te unse­re, mitt­ler­wei­le schon lieb gewor­de­ne, Ost-Flo­ris­tin gan­ze 754 Stun­den im Monat in ihrem Blu­men­la­den schuf­ten. Am 31. eines Monats dürf­te sie sich in unse­rem Bei­spiel aus­ru­hen, aber sonst arbei­tet sie das gan­ze Jahr durch jeden der 30 Tage des Monats – und zwar etwas län­ger als 25 Stun­den. Dann geht die Rech­nung des Öko­no­men auf. Wir erin­nern uns aber: die Son­nen­ta­ge haben – auch für Frau Kas­ner, unse­re dienst­eif­ri­ge und auf­stiegs­wil­li­ge Flo­ris­tin, nur 24 Stun­den – Pro­blem.

Den­noch ist Mehr­ar­beit im Nied­rig­lohn­be­reich kei­ne Aus­nah­me­erschei­nung, ganz im Gegen­teil. Laut einer Stu­die des Deut­schen Insti­tuts für Wirt­schafts­for­schung (DIW) neh­men Voll­zeit­be­schäf­tig­te „ange­sichts der spär­li­chen Stun­den­löh­ne lan­ge Arbeits­zei­ten in Kauf, um über­haupt auf eini­ger­ma­ßen aus­kömm­li­ches Ent­gelt zu kom­men. Die Voll­zeit­be­schäf­tig­ten im Nied­rig­lohn­sek­tor arbei­ten im Schnitt fast 45 Stun­den, ein Vier­tel sogar 50 Wochen­stun­den und mehr“14.

Es muss an den Platz in den Geschichts­bü­chern gedacht wer­den

Der pro­mi­nen­tes­te und seit Jah­ren ver­bis­sens­te Geg­ner eines gesetz­li­chen Min­dest­lohns ist sicher­lich Hans-Wer­ner Sinn, der Chef des Mün­che­ner Insti­tuts für Wirt­schafts­for­schung (ifo). Laut eige­ner Dar­stel­lung ist das ifo „ein ein­ge­tra­ge­ner gemein­nüt­zi­ger Ver­ein. Er zählt 386 Mit­glie­der [2012 A.d.R.], vor allem Unter­neh­men aus Indus­trie, Bau­wirt­schaft und Han­del, Ban­ken und Ver­si­che­run­gen, Wirt­schafts­ver­bän­de sowie Indus­trie und Han­dels­kam­mern“15. Von 2000 bis 2010 beklei­de­te Herr Sinn auch den Pos­ten des Auf­sichts­rats der Hypo­Ver­eins­bank16.

Hans-Wer­ner Sinn galt bis 2013 als der ein­fluss­reichs­te Öko­nom Deutsch­lands17, hüpft von einer Fern­seh-Talk-Show zur ande­ren und wur­de von der Bild Zei­tung sogar als „Klügs­ter Pro­fes­sor der Repu­blik“18 hoch­ge­fei­ert. Eine jedoch kon­tro­ver­se Per­sön­lich­keit: der Spie­gel wid­me­te ihm 2012 einen Arti­kel mit der wenig schmei­chel­haf­ten Über­schrift „Prof. Pro­pa­gan­da“, und der Tages-Anzei­ger aus der Schweiz kri­ti­sier­te ihn im Rück­blick auf sei­ne bis­he­ri­gen Pro­gno­sen und Publi­ka­tio­nen im glei­chen Jahr gar als „Rat­ten­fän­ger“19 .

Schon 2005 mein­te Hans-Wer­ner Sinn in einem Gespräch mit der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung20, dass „Sozi­al­hil­fe oder das Arbeits­lo­sen­geld II (…) eine Lohn­un­ter­gren­ze für das Tarif­sys­tem [bil­den wür­de]“, somit lie­ße „die Lohn­kon­kur­renz des Sozi­al­staats (…) Gering­qua­li­fi­zier­ten kei­ne Chan­ce, für weni­ger Lohn eine Arbeit zu fin­den“. Hans-Wer­ner Sinn führ­te fort: „Wenn die Lohn­un­ter­gren­ze nied­ri­ger liegt, dann wer­den die Leu­te bereit sein, zu nied­ri­ge­ren Löh­nen zu arbei­ten, und zu nied­ri­ge­ren Löh­nen gibt es Jobs“, des­halb sei laut Hans-Wer­ner Sinn der ALG-II-Regel­satz für nicht Beschäf­tig­te um ein Drit­tel zu kür­zen, um die staat­li­che Lohn­kon­kur­renz aus­zu­schal­ten, denn so Hans-Wer­ner Sinn: „Es gibt kei­ne Mög­lich­keit, Beschäf­ti­gung für Gering­qua­li­fi­zier­te zu schaf­fen, ohne dass es Lohn­kos­ten­sen­kun­gen gibt und ohne dass auch die heu­te noch beschäf­tig­ten Gering­qua­li­fi­zier­ten bil­li­ger wer­den“.

Eini­ge Jah­re spä­ter, im Jahr 2011, war Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Wer­ner Sinn (so sei­ne Visi­ten­kar­te auf der Inter­net­sei­te der Mün­che­ner Uni­ver­si­tät) sogar so sehr über eine etwai­ge Ver­teue­rung der Arbeits­stun­de im Nied­rig­lohn­sek­tor beun­ru­higt, dass er sich dazu unbe­dingt genö­tigt sah, der Frau Bun­des­kanz­le­rin einen offe­nen und sehr ein­deu­ti­gen Warn­brief zu schrei­ben21.

In die­sem Brief mahn­te er die Frau Bun­des­kanz­le­rin, sie möge bei der Erwä­gung eine Lohn­un­ter­gren­ze ein­zu­füh­ren bit­te doch „beden­ken (…), dass es nicht nur um Wäh­ler­stim­men geht. Man braucht auch sei­nen Platz in den Geschichts­bü­chern“, denn „Die Wirt­schafts­his­to­ri­ker, die spä­ter urtei­len, las­sen sich nicht von Wahl­er­fol­gen blen­den“, des­halb möge die Frau Bun­des­kanz­le­rin, so Hans-Wer­ner Sinn wei­ter, „auf­pas­sen, dass [sie nicht] (…) als Kanz­le­rin in die Geschich­te eingeh[t], die Deutsch­lands Wohl­stand ver­spielt hat“, und dass „die Uni­on auch noch einen Min­dest­lohn durch­setzt, der volks­wirt­schaft­lich schäd­lich ist“; außer­dem, „dass jeder von sei­ner Hän­de Arbeit leben kön­nen muss“ sei laut Hans-Wer­ner Sinn grund­sätz­lich „dumm“22.

Dem­nach sei ein Min­dest­lohn – trotz all der in die­sem Arti­kel schon beschrie­be­nen men­schen­ver­ach­ten­den Miss­brauchs­fäl­le – laut uner­be­te­ner pro­fes­so­ra­ler Bekun­dung an die Welt völ­lig sinn­los.

In einem Kom­men­tar von 2012 in der Ber­li­ner Zei­tung bemerk­te Tom Schim­meck: „Die Kra­wall­bot­schaf­ten des Wirt­schafts­pro­phe­ten Hans-Wer­ner Sinn haben meis­tens nicht viel Bezug zur Rea­li­tät“23. Das erleich­tert. Fast hät­te man vor so viel Unsinn rich­tig Angst gehabt!

Unser Platz in der Welt

Kaum ein Mythos hält sich hart­nä­cki­ger: men­schen­wür­di­ge Löh­ne wür­den das sofor­ti­ge und bit­te­re Ende der Export­erfol­ge deut­scher Fir­men ein­läu­ten.

Tat­sa­che ist aber, dass der Fak­tor Arbeit in vie­len Bran­chen heu­te mit der umfas­sen­den Indus­tria­li­sie­rung oft einen nur unwe­sent­li­chen Anteil am gesam­ten Pro­dukt dar­stellt.

Stahl­ar­bei­ter ver­dien­ten 2010 im Schnitt um die 2.600 Euro brut­to pro Monat, also in etwa das Dop­pel­te des zur­zeit gefor­der­ten Min­dest­lohns. Der Anteil der Lohn­kos­ten an den Pro­duk­ti­ons­kos­ten für eine Ton­ne Stahl liegt aber bei ledig­lich 9%. Dann spielt es gar kei­ne Rol­le auf den Welt­märk­ten, wenn die deut­schen Stahl­ar­bei­ter etwa im Jahr 2010 ca. 3,6% mehr Lohn erhal­ten, denn es ist eine Ver­teue­rung von 3,6% (zzgl. Neben­kos­ten) auf ledig­lich 9% des End­pro­dukt­prei­ses24 und somit eine kaum spür­ba­re Ver­teue­rung des Gesamt­pro­dukts von etwa 0,33%.

Höhe­re Löh­ne für gut qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal kön­nen außer­dem dank her­aus­ra­gen­der Inge­nieurs­leis­tung und aus­ge­klü­gel­ter Fer­ti­gungs­tech­nik viel­fach kom­pen­siert wer­den.

Der Volks­wa­gen Golf ist zur Ver­an­schau­li­chung die­ser Pro­duk­ti­vi­täts­op­ti­mie­rung ein gutes Bei­spiel. Wäh­rend noch 50 Arbeits­stun­den zur Pro­duk­ti­on eines Golfs V am Anfang des Pro­duk­ti­ons­zeit­raums die­ser Modell­rei­he (2003) benö­tigt wur­den, konn­te die Bau­zeit bis zum Ablauf der Rei­he (2008) auf 37 Stun­den gedrückt wer­den25. Der Opti­mie­rungs­ge­dan­ke für den Volks­wa­gen Golf VI ging noch einen Schritt wei­ter und ermög­lich­te eine Pro­duk­ti­ons­kos­ten­sen­kung von wei­te­ren 1.000 Euro bzw. eine Pro­duk­ti­vi­täts­stei­ge­rung von fast 20% pro Fahr­zeug26. Auch beim seit 2012 gebau­ten Golf VII konn­te Volks­wa­gen 1.500 Euro pro Auto gegen­über dem Vor­gän­ger­mo­dell ein­spa­ren27. Die „Golf-Geburt“ ist somit, laut den Wolfs­bur­ger Nach­rich­ten, heu­te in nur noch 25 Stun­den mög­lich, was eine Pro­duk­ti­vi­täts­stei­ge­rung von 200% inner­halb von 10 Jah­ren bedeu­tet, und die Pro­duk­ti­ons­zeit eines Golfs soll sich in den kom­men­den fünf Jah­ren wei­ter um 26% ver­kür­zen28. Auch wenn die hohen Inves­ti­ti­ons­kos­ten, die die­se Pro­duk­ti­ons­zu­ge­win­ne ermög­li­chen mit ein­be­rech­net wer­den, über­steigt die Stei­ge­rung der Arbeits­pro­duk­ti­vi­tät die Stei­ge­rung der Lohn­kos­ten bei Wei­tem.

Auch in per­so­nal­in­ten­si­ven Betrie­ben ist eine Erhö­hung der Löh­ne nicht unbe­dingt von so her­aus­ra­gen­der Bedeu­tung für den End­ver­brau­cher, dass die­se Erhö­hung einen etwai­gen Kauf unwahr­schein­li­cher machen wür­de.

Bei­spiel: Spar­gel. „Auf den 14 Höfen des Beelit­zer Spar­gel­re­viers [in Bran­den­burg] gibt es [2005] etwa 60 Dau­er­ar­beits­plät­ze, dazu kom­men die Sai­son­ar­bei­ter: 2.500 Polen, 300 Deut­sche“29. Jähr­lich kom­men etwa 270.000 aus­län­di­sche Ern­te­hel­fer als Sai­son­ar­bei­ter nach Deutsch­land30.

Aus der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung konn­te man Mit­te Juni 2014 fol­gen­de War­nung ent­neh­men: „Der Deut­sche Bau­ern­ver­band schlägt Spar­gel-Alarm – wegen des Min­dest­lohns für Sai­son­ar­bei­ter in der Land­wirt­schaft. Der Ver­band schätzt, dass Spar­gel durch die Ein­füh­rung des Min­dest­lohns zehn bis drei­ßig Pro­zent teu­rer wird. Der Prä­si­dent des Bau­ern­ver­bands Joa­chim Ruk­wied sag­te der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Sonn­tags­zei­tung: ‚Wir haben aller­größ­te Beden­ken gegen die Ein­füh­rung eines Min­dest­lohns‘“31.

Die Behaup­tung, dass die Ein­füh­rung des Min­dest­lohns die Prei­se auf der Spei­se­kar­te um bis zu 30% klet­tern las­sen könn­te, ist schwer nach­voll­zieh­bar32. 2013 lag der Kilo­preis von Spar­geln bei 6,47 Euro. Die Ern­te­hel­fer bekom­men im Durch­schnitt 6,50 Euro die Stun­de33. Schlägt man etwa 30% zu, kommt man auf 8,50 Euro die Stun­de.

Ein Ern­te­hel­fer ern­tet aber min­des­tens zwi­schen 3,5 und 5 Kilo Spar­gel pro Stun­de34, also 4,25 Kilo im Durch­schnitt. Die Teue­rung von zwei Euro pro Arbeits­stun­de muss also durch den Fak­tor 4,25 divi­diert wer­den. Es ergibt eine theo­re­ti­sche Teue­rung von 0,44 Euro pro Kilo Spar­gel. Auch wenn die Ver­teue­rung der Arbeit eins zu eins wei­ter­ge­ge­ben wer­den wür­de, dann wür­de das Kilo Spar­gel maxi­mal 6,91 Euro statt 6,47 Euro kos­ten. Das ist eine Teue­rungs­ra­te von 8%, und die­ser Wert dürf­te real noch nied­ri­ger aus­fal­len, weil der Fak­tor Arbeit nur 60 bis 80% des Spar­gel­prei­ses aus­macht. Jeden­falls ist es unwahr­schein­lich, dass Spar­gel­lieb­ha­ber sich den Gau­men­ge­nuss wegen einer Teue­rung von 22 Cent pro Pfund ver­der­ben las­sen. Es ist dem­nach auch sehr unwahr­schein­lich, dass, wie vom Prä­si­dent des Bau­ern­ver­bands Joa­chim Ruk­wied behaup­tet, eine Mas­sen­ver­le­gung der Spar­gel­pro­duk­ti­on ins Aus­land bevor­stün­de, wenn den Bau­ern kei­ne Aus­nah­me­re­ge­lung beim Min­dest­lohn geneh­migt wird35.

Lohn­drü­cke­rei ist nicht alter­na­tiv­los. Alter­na­ti­ve Lösun­gen wer­den in eini­gen Betrie­ben bewusst ange­strebt und zei­gen sich dort auch recht erfolg­reich.

Obwohl die Tex­til­bran­che in Deutsch­land oft als nicht mehr kon­kur­renz­fä­hig im Ver­gleich zu den Bil­lig­im­por­ten aus Fern­ost gilt, kön­nen ethisch geführ­te Unter­neh­men wie Tri­gema36 oder Mano­ma­ma37 sich erfolg­reich zum Stand­ort Deutsch­land und zur sozia­len Ver­ant­wor­tung gegen­über ihrem Per­so­nal sowie der Gesell­schaft beken­nen. Wenn­gleich in bei­den Fäl­len die Ent­loh­nung der Ange­stell­ten knapp bemes­sen ist, liegt sie über dem geplan­ten Min­dest­lohn: bei Mano­ma­ma (ca. 120 Ange­stell­te) gibt es einen Ein­heits­lohn38 von 10 Euro pro Stun­de und bei Tri­gema (ca. 1000 Ange­stell­te) liegt die Min­dest­ver­gü­tung bei 8,50 Euro, aller­dings mit Stei­ge­rungs­mög­lich­keit39. Der Inha­ber von Tri­gema Wolf­gang Grupp erklär­te in einer loka­len Zei­tung sei­nen Erfolg durch bes­se­re Markt­an­pas­sung: „Dem Chi­ne­sen kann ich nicht in der Stück­zahl Kon­kur­renz machen. Unse­re Stär­ken sind die Fle­xi­bi­li­tät und die Inno­va­ti­on“40.

Wer behaup­tet gerechte(-re) Löh­ne wür­den den Export gene­rell nega­tiv beein­träch­ti­gen ver­kennt also die Rea­li­tät.

Der deut­sche Han­dels­über­schuss liegt tat­säch­lich bei ca. 188,3 Mil­li­ar­den Euro (2012). Deutsch­land41 (82 Mil­lio­nen Ein­woh­ner) expor­tiert (2012) mit 1,1 Bil­lio­nen Euro Waren­wert dem­nach immer noch fast genau so viel wie Chi­na (1.330 Mil­lio­nen Ein­woh­ner), des­sen Export­vo­lu­men laut WTO bei 1,51 Bil­lio­nen Euro (2,04 Bil­lio­nen Dol­lar) liegt.

Dabei ist zu beach­ten, dass die Durch­schnitts­löh­ne in den chi­ne­si­schen Fabri­ken teil­wei­se weit unter einem Euro pro Stun­de lie­gen. In Shen­zhen lag der monat­li­che Min­dest­lohn 2010 zum Bei­spiel bei ledig­lich 900 Yuan (110 Euro)42. Es dürf­te unstrit­tig sein, dass die deut­sche Gesell­schaft bzw. der deut­sche Staat in der heu­ti­gen Form nicht in der Lage sind, auf die­sem Niveau zu kon­kur­rie­ren. Die Kon­kur­renz­fä­hig­keit Deutsch­lands muss schon des­we­gen auf ande­re Gebie­te ver­la­gert und sicher­ge­stellt wer­den.

Doch auch in Chi­na for­miert sich Wider­stand gegen Hun­ger­löh­ne, sodass auch dort die Löh­ne stei­gen. Fox­conn, der in Chi­na pro­du­zie­ren­de tai­wa­ni­sche Auf­trags­her­stel­ler von vie­len elek­tro­ni­schen „Life-Style“-Geräten der west­li­chen Welt­kon­zer­ne wie Apple iPad, iPho­ne und iPod, Sony Play­sta­ti­on, Ama­zon Kind­le etc., hat die Löh­ne sei­ner Ange­stell­ten (ins­ge­samt arbei­ten 1,23 Mil­lio­nen Men­schen für Fox­conn) über meh­re­re Erhö­hungs­run­den zwi­schen 2009 und 2012, je nach Qua­li­fi­ka­ti­on, auf 1.800 bis 2.200 Yuan (220 bis 260 Euro) mehr als ver­dop­pelt43… und das ist gar kein betriebs­wirt­schaft­li­ches Pro­blem für Fox­conn oder die Käu­fer in Deutsch­land, denn die Arbeits­kos­ten, die zum Bei­spiel in einem iPho­ne ste­cken, betra­gen laut Fox­conn selbst nur rund drei Pro­zent: das sind umge­rech­net 15 Euro bei einem Gerät, das 2011 in Deutsch­land für ca. 500 Euro44 ver­kauft wur­de45. Die Fer­ti­gungs­kos­ten und somit die Löh­ne so nied­rig wie mög­lich zu hal­ten ist des­halb in ers­ter Linie ein betriebs­wirt­schaft­li­ches Kal­kül von Apple, damit der Gewinn pro Gerät geschätz­te 60% errei­chen kann46. Damit ist der Gewinn­an­teil bei einem iPho­ne zwan­zig­fach höher als der Lohn­kos­ten­an­teil.

Fox­conn plant indes den nächs­ten und logi­schen Ratio­na­li­sie­rungs­schritt in der Unter­neh­mens­ent­wick­lung: durch den geplan­ten Ein­satz von bis zu einer Mil­li­on Fer­ti­gungs­ro­bo­ter in den nächs­ten Jah­ren (heu­te sind ledig­lich 10.000 Robo­ter bei Fox­conn im Ein­satz) soll auf die Hälf­te der Beleg­schaft ver­zich­tet wer­den47. Somit ist es illu­so­risch zu glau­ben, dass die Repo­si­tio­nie­rung Chi­nas auf den Welt­märk­ten ent­spre­chend der Bevöl­ke­rungs­stär­ke und dem rela­ti­ven Ent­wick­lungs­stand des Lan­des durch restrik­ti­ve Lohn­po­li­tik in der Bun­des­re­pu­blik begeg­net wer­den könn­te.

Wenn­gleich bestimm­te Bran­chen der deut­schen Indus­trie tat­säch­lich unter der Nied­rig­lohn­kon­kur­renz aus Fern­ost lei­den, dürf­te die direk­te Kau­sa­li­tät zwi­schen der Aus­zah­lung von fai­ren Löh­nen hier­zu­lan­de und die gene­rel­le Gefähr­dung des Exports, gelin­de gesagt, stark über­trie­ben sein, zumal bes­se­re Löh­ne in der Regel eine wesent­lich bes­se­re Bil­dung der Bevöl­ke­rung ermög­li­chen, wel­che sich in bes­ser qua­li­fi­zier­ten und somit spür­bar pro­duk­ti­ve­ren Mit­ar­bei­tern für die Wirt­schaft nie­der­schlägt.

Im euro­päi­schen Ver­gleich lie­gen, laut einer Stu­die48 des Insti­tuts für Makro­öko­no­mie und Kon­junk­tur­for­schung (IMK) in der Hans-Böck­ler-Stif­tung, diedeut­schen Löh­ne ins­ge­samt unge­fähr im Mit­tel­feld: „Deutsch­land liegt bei den Arbeits­kos­ten für die Pri­vat­wirt­schaft wei­ter­hin im Mit­tel­feld der alten EU-2011 mit 30,10 Euro pro Arbeits­stun­de an sieb­ter Stel­le unter den EU-Län­dern. Das ist die glei­che Posi­ti­on wie 2010. Höhe­re Arbeits­kos­ten wei­sen wich­ti­ge Han­dels­part­ner wie die Nie­der­lan­de, Frank­reich, Schwe­den und Bel­gi­en auf. (…). Bel­gi­en hat­te [2011] (…) mit 39,30 Euro pro Stun­de die höchs­ten Arbeits­kos­ten in Euro­pa. In den Kri­sen­län­dern Irland, Ita­li­en, Spa­ni­en, Grie­chen­land und Por­tu­gal rei­chen sie von 26,80 bis 12 Euro pro Stun­de“.

Gus­tav A. Horn, der Wis­sen­schaft­li­che Direk­tor des IMKs bestä­tigt die­se Sach­la­ge: das, „was wir an vie­len Para­me­tern able­sen kön­nen: Deutsch­land ist ein Land mit her­vor­ra­gen­der inter­na­tio­na­ler Wett­be­werbs­fä­hig­keit“49.

In den neu­en EU-Län­dern im Osten sind die Lohn­kos­ten natur­ge­mäß am nied­rigs­ten. „In der Tsche­chi­schen Repu­blik, Ungarn und Polen lie­gen die Stun­den­wer­te zwi­schen 10,60 und 7,10 Euro. Schluss­licht ist Bul­ga­ri­en mit Arbeits­kos­ten von 3,50 Euro pro Stun­de“, so die Stu­die wei­ter.

Die­se Stu­die ergänzt eine Daten­ana­ly­se50 des IMK von 2006, womit nach­ge­wie­sen wur­de, dass „deut­sche Löh­ne im EU-Ver­gleich bis­her sys­te­ma­tisch über­schätzt“ wur­den. Die Stu­die stell­te näm­lich fest:Deutsch­land liegt im Jahr 2004 mit Arbeits­kos­ten im pri­va­ten Sek­tor von 26,22 Euro die Stun­de im Mit­tel­feld der EU-15-Län­der“, denn „Auf Basis neu­er, ver­gleich­ba­rer Daten für die EU-Staa­ten (…) kann die The­se [wider­legt wer­den], die deut­schen Löh­ne sei­en zu hoch. Im Gegen­teil: Im pri­va­ten Dienst­leis­tungs­sek­tor sind sie im euro­päi­schen Ver­gleich sogar sehr nied­rig“.

Seit­dem hat Deutsch­land die­sen Vor­sprung sogar wei­ter­auf­ge­baut. Beson­ders Frank­reich und Ita­li­en haben in den letz­ten 10 Jah­ren sehr erheb­li­che Pro­duk­ti­vi­täts­ein­bu­ßen gegen­über Deutsch­land zu ver­zeich­nen gehabt51. In vie­len Berei­chen war die Lohn­zu­rück­hal­tung in Deutsch­land ers­tens aus­ge­spro­chen umfas­send und zwei­tens wur­de die Lohn­ent­wick­lung wei­test­ge­hend von der Pro­duk­ti­vi­täts­er­hö­hung ent­kop­pelt. Der Öko­nom Hei­ner Flass­beck beschrieb in einem Inter­view mit den VDI-Nach­rich­ten 2013 die Situa­ti­on wie folgt:

Um es klar zu sagen, die Pro­ble­me unse­res Nach­barn [Frank­reich A.d.R.] sind in ers­ter Linie auf die Lohn­zu­rück­hal­tung Deutsch­lands zurück­zu­füh­ren. Die Pro­duk­ti­vi­tät bei unse­ren Nach­barn ist nicht schlech­ter. Die wich­ti­ge Regel für eine Wäh­rungs­uni­on ist, dass sich jeder an die eige­ne Pro­duk­ti­vi­tät anzu­pas­sen hat, nicht an die Pro­duk­ti­vi­tät der ande­ren Län­der – auch nicht an die Pro­duk­ti­vi­tät Deutsch­lands. Der Vor­sprung Deutsch­lands war ein­deu­tig die Fol­ge der Lohn­zu­rück­hal­tung, nicht höhe­rer Pro­duk­ti­vi­tät. (…) In Deutsch­land müs­sen die Löh­ne in den nächs­ten zehn bis zwan­zig Jah­ren viel stär­ker stei­gen, wenn Euro­pa nicht in eine defla­tio­nä­re Fal­le lau­fen soll. (…) [Sonst] wird die Rezes­si­on sich ver­schär­fen. Es ist [dann] nur eine Fra­ge der Zeit, wann die Leu­te auf die Stra­ße gehen“ 52.

Die volks­wirt­schaft­li­che Ant­wort auf die­sen Leis­tungs­un­ter­schied wäre vor der Ein­füh­rung der gemein­sa­men Wäh­rung ver­mut­lich eine Deva­lua­ti­on der fran­zö­si­schen oder ita­lie­ni­schen Wäh­rung gegen­über der deut­schen Wäh­rung gewe­sen, denn „Jeder Staat braucht die Wäh­rung, die sei­ne eige­ne Leis­tungs­fä­hig­keit ent­spricht“53, weil „sobald eine Wäh­rung die Leis­tungs­fä­hig­keit nicht mehr ent­spricht, kommt es sofort zu Ver­schie­bun­gen der Waren­strö­me“54, wie der Finanz­markt-Exper­te Dirk Mül­ler es 2011 erklär­te.

Die poli­ti­sche Ent­schei­dung eine Deva­lua­ti­on her­bei­zu­füh­ren, ist in einem Sys­tem mit einer gemein­sa­men Wäh­rung jedoch nicht mög­lich. Inso­fern ist die Euro-Bin­dung zur­zeit ein wei­te­rer Wett­be­werbs­vor­teil für die deut­sche Wirt­schaft gegen­über Kon­kur­ren­ten im Euro-Raum mit nied­ri­ge­rer Pro­duk­ti­vi­tät oder höhe­ren Löh­nen in der Indus­trie55.

Zur Ergän­zung sei gesagt, dass in den meis­ten euro­päi­schen Län­dern gesetz­lich fest­ge­leg­te Min­dest­löh­ne gel­ten, wenn­gleich in sehr unter­schied­li­cher Höhe, sodass der wirt­schaft­li­che Unter­bie­tungs­kampf in die­sen Län­dern – im Gegen­satz zur Bun­des­re­pu­blik – seit vie­len Jah­ren ent­schärft wur­de.

2013 liegt in Frank­reich der schon 1950 ein­ge­führ­te Min­dest­lohn bei 9,43 Euro pro Stun­de; in Bel­gi­en sind es 9,10 Euro; in Groß­bri­tan­ni­en 7,63 Euro, in Spa­ni­en 3,91 Euro, in Grie­chen­land 3,35 Euro, in Polen 2,21 Euro und in den Bal­ti­schen Staa­ten zwi­schen 1,71 und 1,90 Euro. Mit ledig­lich 0,95 Euro die Stun­de ist in Bul­ga­ri­en der nied­rigs­te gesetz­li­che Min­dest­lohn der EU zu ver­zeich­nen56. Auch in den USA gibt es übri­gens einen natio­na­len ver­bind­li­chen Min­dest­lohn, der zur­zeit bei 7,25 Dol­lar (etwa 5,30 Euro) pro Stun­de (jeweils Brut­to) liegt.

Im Nied­rig­lohn­be­reich ist der Ver­dienst­un­ter­schied zwi­schen Deutsch­land und Frank­reich tat­säch­lich wirk­lich frap­pie­rend, ins­be­son­de­re wenn man von einer unge­fähr glei­chen Besteue­rung und von ähn­lich hohen Lebens­hal­tungs­kos­ten aus­geht.

Zum Bei­spiel im Fri­seur­hand­werk. Jetzt, dass Uschi, unse­re ost­deut­sche Fri­seu­rin, Glück hat und unter den Ret­tungs­schirm des neu­en Tarif­ver­trags vom 01. August 2013 schlüp­fen darf, bekommt sie min­des­tens 6,50 Euro Brut­to pro Stun­de und ab 01. August 2014 sind es 7,50. Ab dem 01. August 2015 sind 8,50 für Ost und West ver­ein­bart.

Der zwi­schen Ver.di und den Arbeit­ge­ber-Ver­tre­tern ver­han­del­te Min­dest­lohn-Tarif­ver­trag wur­de auf­grund sei­ner Reich­wei­te am 13. Dezem­ber 2013 vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Sozia­les (rück­wir­kend zum 01. Novem­ber 2013) näm­lich für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärt57, so dass er jetzt für alle Betrie­be gilt unge­ach­tet des­sen, ob sie Tarif­ge­bun­den sind oder nicht.

In den Jah­ren davor, hat­te Uschi grund­sätz­lich weni­ger Glück, beson­ders, wenn sie in einem Mini­sa­lon in Kleinst­kle­ckers­dorf Ost arbei­ten muss­te, denn dann hat sie viel­leicht 3,50 oder 4,50 Euro die Stun­de bekom­men – und Hartz-IV-trotz-Voll­zeit­stel­le oben drauf.

Ihre fran­zö­si­sche Kol­le­gin Mari­an­ne konn­te bis vor kur­zen für sol­che Ver­hält­nis­se dage­gen nur ein müdes Lächeln haben, weil ihr 9,43 Euro vom Staat garan­tiert sind, egal wo sie in Frank­reich arbei­tet. Am Ende eines Monats (mit zum Bei­spiel 170 Arbeits­stun­den58) sind es erheb­li­che Ver­dienst­un­ter­schie­de: bei 3,50 Euro pro Stun­de kom­men 595 Euro zusam­men, bei 6,50 Euro sind es 1.105 Euro, bei 8,50 Euro sind es schon 1.445 Euro pro Monat aber bei 9,43 Euro kom­men 1.603 Euro zusam­men – für genau die glei­che Arbeit und genau die glei­che Aus­bil­dung.

Mari­an­ne, die „Min­dest­lohn-Fran­zö­sin“, ver­dien­te bis Ende 2013 also ziem­lich genau drei­mal bes­ser als Uschi, ihre Freun­din aus Sach­sen, die bis zu die­sem Zeit­punkt einen Tarif­lohn von 3,06 Euro pro Stun­de erhielt. Bemer­kens­wert ist dabei auch, dass die Nied­rigst­löh­ne in Deutsch­land über Trans­fer­leis­tun­gen vom Staat sub­ven­tio­niert wer­den müs­sen, wäh­rend der fran­zö­si­sche Staat kei­ner­lei Sub­ven­tio­nen aus­zahlt, son­dern auf jedem Lohn­zet­tel Steu­er ein­be­hal­ten kann.

Mini­löh­ne sind für den Staat folg­lich nichts ande­res als ein Zuschuss­ge­schäft; für die Unter­neh­men eine erträg­li­che Betriebs­sub­ven­ti­on. Ist das aber für das All­ge­mein­wohl sinn­voll? Wohl kaum.

Ende von Teil 3 von 4.

Fort­set­zung folgt.

1 Vgl. Daten des Sta­ti­sches Bun­des­amt

3Damals FTP-Bun­des­vor­sit­zen­der und Vor­sit­zen­der der Bun­des­tags­frak­ti­on in der Oppo­si­ti­on im Bun­des­tag.

5 Damals Bun­des­vor­sit­zen­de der CDU und seit 2005 Bun­des­kanz­le­rin inner­halb einer gro­ßen Koali­ti­on aus CDU, CSU und FDP zwi­schen Novem­ber 2005 und Okto­ber 2009 (Regie­rung Mer­kel I).

8Nach eige­ner Dar­stel­lung, wird das Insti­tut mit Sitz in Köln von Ver­bän­den und Unter­neh­men der pri­va­ten Wirt­schaft getra­gen. Vgl. www.iwkoeln.de Rubri­ken „Insti­tut“ und „Leit­bild“, abge­ru­fen am 24.06.2014

9 Zu Deutsch: Arm trotz Arbeit.

36 Vgl. www.trigema.de

37 Vgl. www.manomama.de

38 Eine Chan­ce für Jede, Tho­mas Hors­mann, Vor­wärts, 10.07.2013

44 Die aktu­el­les­te Gene­ra­ti­on (iPho­ne 5s) kos­tet in Deutsch­land 2014 um die 600 Euro.

51 Im Sep­tem­ber 2013 sprach sich der fran­zö­si­sche Pre­mier Jean-Marc Ayrault sehr deut­lich für eine euro­päi­sche Rege­lung aus, um der „Kon­kur­renz­ver­zer­rung“ inner­halb der EU ent­ge­gen­zu­wir­ken, in: À Stras­bourg, Jean-Marc Ayrault mili­te pour un SMIC euro­péen, L’Entreprise, 06.09.2013

53 Vgl. Alfred Schier im Gespräch mit Dirk Mül­ler (Finanz­markt­ex­per­te), Sen­de­rei­he „Im Dia­log“, Phoe­nix, ausge­strahlt am 21.10. 2011.

54 Vgl. Alfred Schier im Gespräch mit Dirk Mül­ler (Finanz­markt­ex­per­te), Sen­de­rei­he „Im Dia­log“, Phoe­nix, ausge­strahlt am 21.10. 2011.

55 Vgl. Die Export-Stre­ber – Deutsch­land im Über­schuss, Der Tag, HR2, 11.11.2013

58 In Frank­reich gilt seit 2000 per Gesetz in der Regel die 35-Stun­den-Woche.