Neues aus der Paketbranche

 

Work-watch beglei­tet seit Anfang sei­nes Bestehens, also seit nun­mehr fast drei Jah­ren Paket­fah­rer und Sub­un­ter­neh­mer von Paket­kon­zer­nen in ihren Kon­flik­ten mit ihren Auf­trag­ge­bern. Die Bran­che lädt, je nach Kon­zern, einen erheb­li­chen oder den größ­ten Teil der eigent­li­chen Tätig­keit auf Sub­un­ter­neh­mer ab. Das heißt, die Sub­un­ter­neh­mer und die von ihnen ange­stell­ten Fah­rer lie­fern für gerin­ge Löh­ne und nied­ri­ge Gewinn­mar­gen die Pake­te aus. Häu­fig reicht es für Fah­rer wie Subs gera­de so zum Über­le­ben, hun­der­te Sub­un­ter­neh­mer sind schon rui­niert wor­den, Fah­rer wer­den auf­grund stän­di­ger über­lan­ger Arbeits­zei­ten im wahrs­ten Sin­ne aus­ge­laugt. Den beauf­tra­gen­den Kon­zer­nen ver­schafft die­ses Sys­tem Mil­lio­nen- und Mil­li­ar­den­ge­win­ne.

 

Lohn­dum­ping und Pro­fit­ma­xis­mie­rung sind die bei­den Sei­ten der Medail­le. Obwohl mit den schlimms­ten Aus­wüch­sen der Lohn­drü­cke­rei Anfang 2015 Schluss sein soll — der Min­dest­lohn wird Gesetz — muss bezwei­felt wer­den, ob sich in der Bran­che die Zustän­de wirk­lich ver­bes­sern.

 

Work-watch wird in den kom­men­den Wochen Berich­te ver­öf­fent­li­chen und über Hin­ter­grün­de infor­mie­ren, um wenigs­tens die gesetz­lich ver­spro­che­nen, wenn auch küm­mer­li­chen 8,50 Euro pro Stun­de durch­set­zen zu hel­fen. Gelin­gen wird das nur, wenn die Schlupf­lö­cher, die sich die Paket­kon­zer­ne jetzt schon boh­ren, um ihr Sys­tem zu erhal­ten, ver­sperrt wer­den. Und das heißt: der Wider­stand der Betrof­fe­nen muss orga­ni­siert und die Öffent­lich­keit gegen sol­che Metho­den mobi­li­siert wer­den. Wenn nötig, muss auch der Gang zum Gericht unter­stützt wer­den.

 

In die­sem Sin­ne bit­ten wir um Eure und Ihre Mit­ar­beit!