Ohrfeige für Betriebsratsfresser Naujoks

Das Arbeits­ge­richt Her­ne hat die frist­lo­se Kün­di­gung des Betriebs­rats Jurij S. abge­lehnt und der Kla­ge des Haus­meis­ters im „Flo­ra Mar­zi­na“ in vol­lem Umfang recht gege­ben. Unter der Regie des berüch­tig­ten Betriebs­rats­fres­sers Hel­mut Nau­joks hat­te die Geschäfts­füh­rung des Alten­pfle­ge­heims gleich zwei enga­gier­te Betriebs­rä­te ent­las­sen. Ihre Jobs als Haus­meis­ter waren zur eigen­stän­di­gen Abtei­lung erklärt, geschlos­sen und ihre Auf­ga­ben an ein ande­res Unter­neh­men ver­ge­ben wor­den. Die­ser plum­pe Ver­such, den Kün­di­gungs­schutz der Beleg­schafts­ver­tre­ter aus­zu­he­beln, ist nach Auf­fas­sung des Gerichts rechts­wid­rig. Damit ist auch die Kün­di­gung des Betriebs­rats­vor­sit­zen­den des „Flo­ra Mar­zi­na“ unhalt­bar.

 

Dies ist ein wich­ti­ger Etap­pen­sieg und die zwei­te Wat­sche für Unrechts­an­walt Nau­joks im Kon­flikt bei den Mar­seil­le-Kli­ni­ken. Erst kürz­lich hat­te das Bochu­mer Arbeits­ge­richt die frist­lo­se Kün­di­gung der Betriebs­rats­vor­sit­zen­den des „Bar­ba­ra­ne­ums“ kas­siert, das eben­falls zu dem Ham­bur­ger Pfle­ge­kon­zern gehört. In den letz­ten Mona­ten hat­ten wir gemein­sam mit vie­len Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen und der Gewerk­schaft ver.di gegen die­sen ekla­tan­ten Fall von Bos­sing mobil gemacht. „Wir freu­en uns sehr über die­sen Erfolg der Kol­le­gen“, sagt die Bochu­mer Gewerk­schafts­se­kre­tä­rin Agnes Wes­ter­hei­de. Ver.di wer­de den Beschäf­tig­ten der bei­den Pfle­ge­ein­rich­tun­gen wei­ter­hin den Rücken stär­ken und nicht zulas­sen, dass die beruf­li­che Exis­tenz der Kol­le­gen zer­stört wird.

 

Die Gewerk­schaft for­dert von der Geschäfts­füh­rung der Mar­seil­le-Kli­ni­ken jetzt, dass die Angrif­fe auf die Inter­es­sen­ver­tre­tung der Beschäf­tig­ten in den Pfle­ge­ein­rich­tun­gen des Kon­zerns sofort ein­ge­stellt wer­den und die Zusam­men­ar­beit mit der Kanz­lei Nau­joks been­det wird.