Erfolg für Lidl-Betriebsrat

Das Arbeits­ge­richt Augs­burg hat die außer­or­den­ti­che Kün­di­gung des Betriebs­rats­mit­glieds Ayte­kin E. für unwirk­sam erklärt. Ohne vor­he­ri­ge Abmah­nung habe der von Lidl vor­ge­tra­ge Sach­ver­halt, wonach der Betriebs­rat sei­nen Chef und einen Kol­le­gen belei­digt haben soll, als Kün­di­gungs­grund nicht aus­ge­reicht. Der Betriebs­rat hat­te der Kün­di­gung nicht zuge­stimmt.

Die Geschäfts­füh­rung im Lidl-Logis­tik­zen­trum in Gra­ben bei Augs­burg hat­te mit mie­sen Tricks ver­sucht, dem Betriebs­rats­mit­glied zu kün­di­gen. Erst im Som­mer 2016 war in dem Betrieb mit rund 170 Mitarbeiter/innen zum ers­ten Mal ein Betriebs­rat gewählt wor­den. Der beschul­dig­te Kol­le­ge sei eine der trei­ben­den Kräf­te hin­ter der Wahl gewe­sen, berich­tet ver.di. Lidl weist die­sen Zusam­men­hang zurück.

Lidl konn­te vor Gericht kei­ne Zeu­gen für die angeb­li­chen Äuße­run­gen des Beteibs­rats benen­nen. Kurz vor Weih­nach­ten hat­te Lidl dann erneut ver­sucht, dem Kol­le­gen zu kün­di­gen. Der neu­er­li­che Vor­wurf: Der Kol­le­ge habe sich gegen­über dem Fah­rer einer Fremd­fir­ma abfäl­lig über die Geschäfts­füh­rung geäu­ßert. Doch der Fra­gen­ka­ta­log des Betriebs­rats an die Geschäfts­füh­rung, die kon­kret benen­nen soll­te, wann und wem gegen­über wel­che Äuße­run­gen gemacht wur­den, blieb bis heu­te unbe­ant­wor­tet.

Die Gewerk­schaft ver.di  und der Betriebs­rat des Logis­tik­zen­trums füh­len sich durch den Rich­ter­spruch bestä­tigt und hof­fen, „dass die Lidl-Geschäfts­füh­rung die Jagd auf Betriebs­rä­te been­det und zukünf­tig im Inter­es­se der Beschäf­tig­ten auf eine ver­trau­ens­vol­le Zusam­men­ar­beit mit Betriebs­rat und ver.di Wert legt”, heißt es in einer Pres­se­mit­tei­lung des ver.di-Bezirks.