Geld- und Werttransport-Konzern missachtet...

Die Betriebs­lei­tung der Pro­se­gur-Nie­der­las­sung in Düs­sel­dorf hat kürz­lich eine ver­di-Infor­ma­ti­on über die Ver­stö­ße des Arbeit­ge­bers gegen die gül­ti­ge Betriebs­ver­ein­ba­rung zur Tou­ren­pla­nung vom „Schwar­zen Brett“ ent­fernt.

Hin­ter­grund ist laut ver­di ein in Düs­sel­dorf seit län­ge­rem schwe­len­der Kon­flikt um die Ein­hal­tung der Betriebs­ver­ein­ba­rung Tou­ren­pla­nung. ver­di kri­ti­siert, dass die Geschäfts­lei­tung Tou­ren von zehn Stun­den pla­ne, obwohl nur acht­ein­halb ver­ein­bart sind. Die Per­so­nal­not dür­fe nicht auf dem Rücken der Beschäf­tig­ten aus­ge­tra­gen wer­den, son­dern kön­ne nur durch die Ein­stel­lung neu­er Kol­le­ge-innen gelöst wer­den, sagt ver­di-Sekre­tär Özay Tarim. „Die Ent­fer­nung des ver­di-Infos vom Schwar­zen Brett ist kei­ne Lapa­lie, son­dern ein fron­ta­ler Angriff auf die Gewerk­schaft im Betrieb, die bei Pro­se­gur sehr gut orga­ni­siert ist“.  Offen­sicht­lich sol­len die Beschäf­tig­ten für dumm ver­kauft wer­den und kei­ner­lei Infor­ma­ti­on über Miss­stän­de bei Pro­se­gur erhal­ten. Dabei haben Gewerk­schaf­ten nach dem Betriebs­ver­fas­sungs­ge­setz das Recht, jeder­zeit gedruck­te Infor­ma­tio­nen im Betrieb zu ver­tei­len oder am Schwar­zen Brett aus­zu­hän­gen.

 

Pro­se­gur ist ein glo­ba­ler Sicher­heits­dienst­leis­ter, in 24 Län­dern ver­tre­ten und beschäf­tigt über 175.000 Men­schen. Die Geschäf­te lau­fen präch­tig. 2016 erziel­te der Kon­zern einen Umsatz von rund 4.291 Mil­lio­nen Euro. In Deutsch­land arbei­ten rund vier Tau­send Mit­ar­bei­ter-innen an 31 Stand­or­ten für Pro­se­gur, in Düs­sel­dorf knapp zwei­hun­dert. Pro­se­gur ist Mit­glied der Bun­des­ver­ei­ni­gung Deut­scher Geld- und Wert­diens­te (BDGW). Bei den der­zeit lau­fen­den Tarif­ver­hand­lun­gen ver­langt die Gewerk­schaft mehr Geld.

 

Ver­di beklagt einen respekt­lo­sen Umgang mit dem Betriebs­rat bei Pro­se­gur in Düs­sel­dorf. Der Betriebs­rat hat­te die ver.di-Information im Auf­ent­halts­raum am Schwar­zen Brett ver­öf­fent­licht. Nach der Neu­wahl des Betriebs­rats strich die Geschäfts­lei­tung der das jähr­li­che Som­mer­fest aus dem Pro­gramm. Die Beschäf­tig­ten ver­dien­ten Respekt. Die Geschäfts­füh­rung brau­che drin­gend Nach­hil­fe im Umgang mit dem Per­so­nal und dem Betriebs­ver­fas­sungs­ge­setz, meint Özay Tarim.

 

Das ver­di-Info zum Kon­flikt um die Betriebs­ver­ein­ba­rung fin­det ihr hier: Pro­se­gur ver­stößt gegen die GBV Tou­ren­pla­nung und das Info, dass vom Schwar­zen Brett hier: Pro­se­gur ver­stößt gegen die GBV Tou­ren­pla­nung.