BR-Immergut Molkerei: Solidarität gefragt!

 

Ort und Zeit: 17.04.2019, 13:00 Arbeits­ge­richt Ful­da, Sit­zungs­saal 1

(gk) Am 17.4.2019 um 13 Uhr kommt es beim Arbeits­ge­richt Ful­da zum ers­ten Güte­ter­min zwi­schen dem BR-Vor­sit­zen­den und der Geschäfts­füh­rung der Immer­gut Mol­ke­rei, die zur Bau­er Grup­pe gehört, einem der größ­ten Joghurt­pro­du­zen­ten in Deutsch­land. Acht Unter­neh­men aus der Lebens­mit­tel­bran­che gehö­ren zu der Grup­pe, mit ca. 1300 Beschäf­tig­ten.

Die Geschäfts­füh­rung der Immer­gut GmbH & Co.KG hat ein Amts­ent­he­bungs­ver­fah­ren gegen den BR-Vor­sitz (der auch stell­ver­tre­ten­der Kon­zern­be­triebs­rat ist) ange­strengt, weil der Betriebs­rat Dienst­plä­nen nicht zuge­stimmt hat. Aber genau die Mit­be­stim­mung über Dienst­plä­ne gehört zum Auf­ga­ben­be­reich eines Betriebs­ra­tes. Außer­dem, so behaup­tet die Geschäfts­füh­rung, sei der BR-Vor­sit­zen­de sei­ner Arbeit nicht nach­ge­kom­men und sah damit eine außer­or­dent­li­che Kün­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses als gerecht­fer­tigt an.

Die wah­ren Grün­de für die juris­ti­schen Atta­cken auf den BR dürf­ten jedoch ande­re sein, ver­mu­ten betriebs­in­ter­ne Quel­len: Der BR habe immer wie­der auf Per­so­nal­man­gel, Arbeits­be­las­tung und Über­stun­den in eini­gen Abtei­lun­gen hin­ge­wie­sen und außer­dem Trans­pa­renz im Prä­mi­en­sys­tem gefor­dert.

Veröffentlicht in News