Bossing gegen Betriebsrätin bei Piepenbrock

Im April die­ses Jah­res soll­te Danu­ta Pussak, Betriebs­rä­tin bei der Fir­ma Pie­pen­brock Dienst­leis­tun­gen, aus dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern (BMI) in ein ande­res Objekt ver­setzt wer­den. Angeb­lich stö­re den Kun­den ihre wie­der­hol­te Abwe­sen­heit, wenn Danu­ta ihrer Auf­ga­be als Betriebs­rats­mit­glied nach­ge­he, so die Begrün­dung.

Der Ber­li­ner Betriebs­rat der Fir­ma Pie­pen­brock hat sei­ne Zustim­mung zu die­ser Ver­set­zung ver­wei­gert. Den­noch wird Danu­ta die Arbeit in einem ande­ren Objekt zuge­wie­sen – ohne, dass der Arbeit­ge­ber die Zustim­mung des Betriebs­ra­tes vor dem Arbeits­ge­richt erset­zen lässt. Hier wird also nicht nur ein Betriebs­rats­mit­glied auf­grund sei­ner Betriebs­rats­ak­ti­vi­tät aus dem Objekt „ent­sorgt“, son­dern auch ganz klar das Mit­be­stim­mungs­recht des gesam­ten Betriebs­rats­gre­mi­ums miss­ach­tet. Sowohl Danu­ta als auch der Betriebs­rat haben Kla­ge gegen die Ver­set­zung vor dem Arbeits­ge­richt Ber­lin ein­ge­reicht.

Beim Gerichts­ter­min am 18. Juni traf Danu­ta vor Ort auf tat­kräf­ti­ge Unter­stüt­zung, sowohl aus ihrem eige­nen Gre­mi­um als auch von Betriebs­rä­ten ande­rer Unter­neh­men und dem Bezirks­vor­stands­vor­sit­zen­den der IG BAU Ber­lin. Der Betriebs­rat der Fir­ma Pie­pen­brock Dienst­leis­tun­gen und die IG BAU for­dern die sofor­ti­ge Rück­nah­me der Ver­set­zung und die Wah­rung der Mit­be­stim­mungs­rech­te des Betriebs­ra­tes.

Quel­le: IG BAU

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