Wilder Streik bei Lieferdienst Gorillas in Berlin

15. Juni 2021

Das neue Lieferdienst Tech-Startup Gorillas, welches damit wirbt die Lebensmittelbestellung innerhalb von 10 Minuten zu liefern, sah sich am 09.06.2021 in Berlin mit einem spontanen wilden Streik konfrontiert.

Laut des Gorillas Workers Collective (Twitter: @GorillasWorkers) war eine Kündigung wegen Zuspätkommen eines Beschäftigten ohne Vorwarnung Auslöser des Protestes. Daraufhin legten Arbeiter*innen in Solidarität mit dem gefeuerten ihre Arbeit nieder und blockierten den Eingang des Warenhauses. Die Forderungen waren die Wiedereinstellung des gekündigten Fahrers sowie bessere Arbeitsbedingungen, wie z.B. die Verkürzung der Probezeit.

Zuvor gab es bereits viel Unmut in der Belegschaft – unter anderem steht auch der Vorwurf der versuchten Behinderung einer Betriebsratsbildung im Raum (näheres : https://www.manager-magazin.de/unternehmen/tech/gorillas-streik-und-blockaden-beim-lebensmittellieferdienst-in-berlin-a-1515500c-4c6d-4b2b-9c89-1bb85823bfe5 ).

Innerhalb kürzester Zeit befanden sich ca. 50 Menschen in der Blockade der Arbeiter*innen am vermutlich umsatzstärksten Lager. Auch die zugezogene Polizei und sogar der Staatsschutz konnte nicht verhindern, dass das Lager geschlossen werden musste.

Zu weiteren Blockade wurde aufgerufen.

An den Standorten Bonn ,Düsseldorf , Stuttgart gab es außerdem spontane Solidaritätsaktionen der Freien Arbeiter*innen Union (FAU). Auch Fahrer*innen anderer Unternehmen , wie z.b. Lieferando drückten Ihre Unterstützung für die Proteste aus.

 

Mehr Artikel und Informationen unter : https://www.labournet.de/branchen/dienstleistungen/speditionen/kurier/q-commerce-schneller-als-die-eiscreme-schmilzt-ein-neuer-lieferservice-verspricht-quasi-sofortige-zustellung/

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