Burger King rüpelt weiter

49.000 Euro wegen „Nichts­tuns” von einem Betriebs­rats­vor­sit­zen­den ein­zu­kas­sie­ren — das ver­sucht der­zeit der Bur­ger-King- Fran­cis­e­neh­mer „Yi-Ko” gemein­sam mit sei­nem Rechts­ver­tre­ter Hel­mut Nau­joks (s. work-watch Bericht). In Frank­furt hat das Brä­ter-Duo das Arbeits­ge­richt ange­ru­fen. Beim Güte­ter­min am 15.8. wur­de Nau­joks vom Gericht auf­ge­for­dert, sei­ne For­de­rung sub­stan­zi­ell zu begrün­den — die Fort­set­zung der Far­ce folgt dann beim noch nicht ter­mi­nier­ten Kam­mer­ter­min.

 

Auch in Dort­mund, Essen, Bochum, Augs­burg u.a. Städ­ten ver­sucht der Bou­let­ten-Fran­chiser mit sei­nem Ram­bo-Anwalt ver­brann­te Erde bzw. ver­brann­ten Rost zu hin­ter­las­sen. Die Gewerk­schaft NGG infor­miert über eine Fül­le von wahn­wit­zi­gen Angrif­fen der neu­en Fri­ka­del­len­chefs: Scha­dens­er­satz­for­de­run­gen wegen Betriebs­rats­ar­beit sind (neben Frank­furt) in Bochum, Anträ­ge auf Auf­lö­sung von Betriebs­rä­ten sind in Bochum, Dort­mund (Borus­si­a­stras­se) und Essen gestellt, wegen sie­ben Tüt­chen Ketch­up zum Eigen­ver­zehr soll ein Ersatz­mit­glied des Betriebs­rats in Dort­mund Brun­nen­stras­se ent­las­sen wer­den.

 

Für den 9. Okto­ber mobi­li­siert die zustän­di­ge Gewerk­schaft NGG, denn dann will Nau­joks für „Yi-Ko” den Betriebs­rats­vor­sit­zen­den von Bur­ger-King Dortmund/Borussiastrasse durch Arbeits­ge­richts­be­schluss los wer­den. Ein Ent­las­sungs­ver­such, der ihm mög­li­cher­wei­se ordent­lich auf die Füße fal­len wird. Beson­ders pikant an die­sem Ver­fah­ren: eine Hel­fers­hel­fe­rin von Nau­joks schlich sich beim Haus­arzt des Betriebs­rats­kol­le­gen ein und ließ sich von ihm unter Vor­spie­ge­lung fal­scher Tat­sa­chen unbe­rech­tigt krank schrei­ben. Im Sal­to-Mor­ta­le-Umkehr­schluß unter­stellt Nau­joks dem Kol­le­gen, er habe sei­ne Krank­schrei­bung bei dem­sel­ben Arzt auf die­sel­be Wei­se „erschli­chen”. Des­halb sei er zu ent­las­sen… Klei­ner Scherz am Ran­de: Eigent­lich hat­te der Gerichts­ter­min bereits am 20.9. statt­fin­den sol­len — Nau­joks hat­te sich aller­dings zwei Tage vor­her krank gemel­det und um Ver­schie­bung gebe­ten.