Solidarität für Damiano Quinto

Eine Ein­zel­rich­te­rin des Arbeits­ge­richts Trier hat im Juni 2013 ein Urteil gefällt , mit dem Damia­no Quin­to, Betriebs­rats­vor­sit­zen­der von H&M in Trie­rer, ver­bo­ten wur­de, als Bei­sit­zer einer Eini­gungs­stel­le zu fun­gie­ren, zu der ihn der Betriebs­rat einer ande­ren H&M-Filiale ein­ge­la­den hat­te. Gleich­zei­tig hat sie den Kün­di­gungs­an­trag von H&M gegen den Trie­rer Damia­no Quin­to durch­ge­wun­ken (work-watch berich­te­te).

Am 3.11. haben zu die­sem Skan­dal­ur­teil 60 haupt- und ehren­amt­li­chen Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer des Orga­ni­zing-Semi­nars von ver.di in Lage-Hörs­te  fol­gen­de Reso­lu­ti­on ver­ab­schie­det:
„Wir sind ent­setzt über die Wei­ge­rung des Arbeits­ge­richts Trier, den dor­ti­gen Betriebs­rats­vor­sit­zen­den von H&M, Damia­no Quin­to, vor einer unbe­rech­tig­ten Kün­di­gung zu schüt­zen.
Damia­no Quin­to hat als Bei­sit­zer einer Eini­gungs­stel­le sei­ne recht­li­chen Pflich­ten und Mög­lich­kei­ten als Betriebs­rat wahr­ge­nom­men und dabei die Inter­es­sen der Beschäf­tig­ten von H&M ver­tre­ten. Kon­kret: er hat dazu gera­ten, die Arbeits­zeit nicht, wie der Arbeit­ge­ber es will, voll­kom­men zu fle­xi­bi­li­sie­ren und unbe­re­chen­bar zu machen.
Wir sehen in die­ser Kün­di­gung und in ihrer Unter­stüt­zung durch das Arbeits­ge­richt Trier einen Angriff auf grund­le­gen­de gewerk­schaft­li­che Rech­te. Dage­gen weh­ren wir uns und stel­len uns soli­da­risch an die Sei­te unse­res Kol­le­gen.”

 

Mit dem Beschluss der Arbeits­rich­te­rin hat sich aus­führ­lich Alfons Kilad in einem Kom­men­tar aus­ein­an­der­ge­setzt. Ver.di hat Beru­fung gegen das Urteil ein­ge­legt; eine Ver­hand­lung ist noch nicht ter­mi­niert.