1.Runde: Siemens verliert, Betriebsrat gewinnt

Sie­mens muss Abma­hun­gen gegen Ber­li­ner Betriebs­rat zurück­neh­men.

 

Das Ber­li­ner Arbeits­ge­richt gab der Kla­ge des IG — Metall Mit­glieds und Betriebs­rats Felix Wei­ten­ha­gen aus dem Sie­mens Schalt­werk und sei­nes Anwalts Hel­mut Pla­tow  am 5. Mai statt. Damit muss Sie­mens die ers­ten bei­den der ins­ge­samt sechs Abmah­nun­gen aus der Per­so­nal­ak­te ent­fer­nen.

 

Nach der Auf­fas­sung des Gerichts waren die Vor­wür­fe in den Abmah­nun­gen (work watch berich­te­te) nicht halt­bar. Felix Wei­ten­ha­gen hat in den Infor­ma­ti­ons­ge­sprä­chen mit sei­nen Kol­le­gen kei­ne Geschäfts­ge­heim­nis­se ver­ra­ten. Und auch ein Scha­den an Sie­mens durch die Gesprä­che konn­te nicht fest­ge­stellt wer­den. Felix hat ledig­lich sei­ne Betriebs­rats­funk­ti­on wahr­ge­nom­men.

 

Gehol­fen hat auch die Soli­da­ri­täts­ar­beit: 35 Kolleg*innen, Freun­de und Inter­es­sier­te waren zur Kund­ge­bung vor dem Pro­zess gekom­men. Einer der Sie­mens-Beschä­fig­ten las den Brief eini­ger Kol­le­gen vor, in dem sie ihm für sei­ne kon­se­quen­te Betriebs­rats­ar­beit dank­ten und das freie Wochen­en­de im Schalt­werk for­dern.

 

Nächs­ter Ter­min:

Am 23. Mai ist um 12 Uhr zur zwei­ten Kla­ge von Felix Wei­ten­ha­gen gegen die Abmah­nun­gen Nr. 3 — 5 von Sie­mens ein Güte­ter­min beim Arbeits­ge­richt. Kommt zum Pro­zess!

wei­te­re Infor­ma­tio­nen