Zweiter Etappensieg für Pond Betriebsrat

(gk) Am 12.April hob das Arbeitsgericht in Köln nun auch das Hausverbot für den Betriebsrat der Pond Security am Kölner Flughafen auf (s.a. Artikel in der Kölnischen Rundschau). Das Sicherheitsunternehmen ist dort für den  Paket – und Logistikkonzern FedEx per Werkvertrag tätig. Bereits im Herbst letzten Jahres hatte das Arbeitsgericht die Zustimmung zur Entlassung des Betriebsrates abgelehnt, der seit mehr als 14 Jahren im Sicherheitsbereich des Köln-Bonner Flughafens arbeitet und dort für Gefahrgüter zuständig ist.

 

Der Betriebsrat hatte sich immer wieder für die Interessen von Kollegen, eine gerechte Bezahlung sowie die Einhaltung von Arbeitsschutz- und Sicherheitsbestimmungen am Flughafen engagiert und so den Zorn von Pond und FedEx auf sich gezogen. Die beiden Unternehmen lassen nichts unversucht, um den unbequemen Mitarbeiter loszuwerden. Wenige Tage nach einem Beitrag im WDR über Sicherheitsmängel am Flughafen, der als Quelle für seine Informationen ein Mitglied des Betriebsrates eines Sicherheitsunternehmens erwähnte,  wurde der aktive Gewerkschafter von einem Unbekannten sogar massiv bedroht. Der Betriebsrat erstattete daraufhin Strafanzeige. Die Ermittlungen der Polizei verliefen allerdings im Sande.

 

Eine besondere Brisanz hat das Vorgehen der beiden Geschäftsleitungen vor wenigen Wochen bekommen: Am 19.März kam es zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdiensten am Flughafen, nachdem dort im Sicherheitsbereich aus einem defekten Paket ätzende Flüssigkeit ausgetreten war. 19 Kolleginnen und Kollegen mussten mit Atemwegsbeschwerden in Krankenhäuser eingeliefert werden.  Der Unfall ereignete sich genau in dem Bereich, für den auch der beklagte Betriebsrat zuständig ist.